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Bally

Ersatzteile für einen Bally Flipper finden Sie bei uns im Shop. Bally gehört zu den traditionsreichsten und bekanntesten Namen der Flippergeschichte. Über viele Jahrzehnte entstanden unter der Marke zahlreiche Geräte, die heute als Klassiker gelten und weiterhin regelmäßig gespielt, gesammelt, repariert und restauriert werden. Dabei steht Bally nicht nur für eine bestimmte technische Generation. Unter dem Markennamen wurden frühe mechanische Geschicklichkeitsspiele, elektromechanische Flipper, elektronische Geräte mit digitalen Anzeigen und später einige der erfolgreichsten Flipperautomaten der 1990er-Jahre veröffentlicht.

Bekannte Titel wie Ballyhoo, Fireball, Captain Fantastic and The Brown Dirt Cowboy, Evel Knievel, Mata Hari, Playboy, Kiss, Paragon, Eight Ball Deluxe, Centaur, Fathom, Medusa, Black Pyramid, Cybernaut, Party Animal, Elvira and the Party Monsters, The Addams Family, Twilight Zone, Doctor Who, Judge Dredd, World Cup Soccer, Theatre of Magic, Cirqus Voltaire, Attack from Mars und Cactus Canyon verdeutlichen, wie unterschiedlich die Geräte sein können, die heute unter dem Begriff Bally-Flipper zusammengefasst werden.

Bally Ersatzteile für Flipper

Diese große zeitliche und technische Bandbreite macht die Suche nach passenden Bally Ersatzteilen anspruchsvoll. Ein Bauteil für einen elektromechanischen Bally-Flipper aus den 1960er-Jahren hat mit der Elektronik eines Bally-Geräts aus den 1980er-Jahren nur wenig gemeinsam. Ebenso unterscheiden sich diese frühen elektronischen Bally-Systeme grundlegend von den späteren WPC-Flippern, die nach der Übernahme von Bally/Midway unter dem Dach von Williams beziehungsweise WMS entwickelt wurden.

Bally stellt heute keine Flipperautomaten mehr in der historischen Form her. Die noch vorhandenen Geräte werden dennoch durch ein umfangreiches Angebot an Ersatzteilen, Nachfertigungen und modernen Ersatzlösungen am Leben erhalten. Neben originalen Altbeständen sind zahlreiche mechanische Verschleißteile, elektronische Nachbauplatinen, Displaylösungen, Spulen, Schalter, Lampen, LEDs, Gummis, Kugeln und spielspezifische Komponenten erhältlich.



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Eine Marke mit mehreren technischen Epochen

Wer nach Bally Ersatzteilen sucht, sollte zunächst klären, aus welcher Epoche der betreffende Flipper stammt. Bally war über einen sehr langen Zeitraum im Bereich der münzbetriebenen Unterhaltungsgeräte aktiv. Während dieser Zeit änderten sich nicht nur Gestaltung und Spielkonzept, sondern auch die vollständige technische Architektur der Geräte.

Frühe Bally-Flipper arbeiteten rein mechanisch oder elektromechanisch. Relais, Schrittschaltwerke, Kontaktstapel, Motoren und mechanische Zählwerke übernahmen Funktionen, die bei späteren Geräten durch Mikroprozessoren und Software gesteuert wurden. Bei diesen Automaten ist die Reparatur häufig eng mit der Reinigung, Einstellung und Überholung alter Schaltkontakte und mechanischer Steuerungen verbunden.

In den späten 1970er-Jahren begann bei Bally die elektronische Ära. Digitale Anzeigen ersetzten die mechanischen Punktzähler, und eine zentrale MPU-Platine übernahm die Steuerung der Spielfunktionen. Zusammen mit separaten Treiber-, Lampen-, Sound- und Netzteilplatinen entstand eine modulare Elektronik, die bis heute sehr gut dokumentiert und grundsätzlich reparierbar ist.

Nach der Übernahme von Bally/Midway durch Williams im Jahr 1988 erschienen weitere Flipper unter dem Namen Bally. Technisch basierten diese Geräte jedoch zunehmend auf den gleichen Plattformen wie Williams-Flipper. In den 1990er-Jahren verwendeten Bally und Williams beispielsweise gemeinsam die WPC-Plattform. Aus diesem Grund werden viele Ersatzteile für diese Epoche heute unter der Bezeichnung Williams/Bally angeboten.

Die Marke auf dem Backglass oder Cabinet allein reicht daher nicht aus, um ein Ersatzteil zuverlässig auszuwählen. Ein Bally Eight Ball Deluxe benötigt völlig andere Elektronik als ein Bally The Addams Family, obwohl beide denselben Markennamen tragen.

Bally-Flipper reparieren und langfristig erhalten

Viele Bally-Flipper sind inzwischen mehrere Jahrzehnte alt. Dennoch können sie bei fachgerechter Wartung weiterhin zuverlässig funktionieren. Die robuste Grundkonstruktion und die gute Ersatzteilversorgung ermöglichen es, sowohl elektromechanische als auch elektronische Geräte langfristig spielbereit zu halten.

Der regelmäßige Spielbetrieb beansprucht einen Flipper auf unterschiedliche Weise. Die Stahlkugel trifft mit hoher Geschwindigkeit auf Targets, Bumper, Metallführungen, Plastics und Rampen. Flipperfinger, Kicker und Auswerfer führen während eines Spiels zahlreiche kraftvolle Bewegungen aus. Gleichzeitig werden Lampen, Spulen, Schalter, Steckverbindungen und elektronische Komponenten elektrisch belastet.

Viele Defekte entstehen nicht plötzlich. Sie entwickeln sich durch Verschleiß, Verschmutzung, Alterung oder lockere Verbindungen. Ein Flipperfinger kann mit der Zeit schwächer werden, weil Plunger, Spulenhülse oder Anschlag verschlissen sind. Ein alter Blattkontakt kann unzuverlässig reagieren, wenn er verschmutzt oder falsch eingestellt ist. Ein über Jahrzehnte belasteter Stecker kann durch steigenden Übergangswiderstand warm werden und schließlich beschädigt werden.

Eine regelmäßige Kontrolle ist deshalb ebenso wichtig wie die eigentliche Reparatur. Werden verschlissene Teile rechtzeitig ersetzt, lassen sich größere Folgeschäden häufig vermeiden. Eine schwergängige Spulenmechanik belastet beispielsweise nicht nur die Spule, sondern kann auch Treibertransistoren und Sicherungen unnötig beanspruchen.

Bei historischen Geräten sollte außerdem nicht jeder Fehler durch einen vollständigen Austausch ganzer Baugruppen behoben werden. Viele originale Bally-Komponenten sind reparierbar. Gleichzeitig können moderne Ersatzplatinen sinnvoll sein, wenn ein Originalteil durch Korrosion, Überhitzung oder frühere unsachgemäße Reparaturen stark beschädigt wurde.

Ersatzteile für elektromechanische Bally-Flipper

Vor der Einführung elektronischer Steuerungen baute Bally zahlreiche elektromechanische Flipper. Diese Geräte werden häufig als EM-Flipper bezeichnet. Ihre Spielfunktionen werden durch Relais, Spulen, Schrittschaltwerke, Zählwerke, Kontaktstapel und motorbetriebene Ablaufsteuerungen realisiert.

Bei einem elektromechanischen Bally-Flipper können Defekte sehr unterschiedliche Ursachen haben. Oxidierte Kontakte, verharzte Mechaniken, gebrochene Federn, verschlissene Spulenhülsen oder falsch eingestellte Kontaktblätter können dazu führen, dass ein Spiel nicht startet, die Punkte nicht korrekt gezählt werden oder eine Funktion im Spielfeld ausbleibt.

Die Reparatur solcher Geräte erfordert ein gutes Verständnis der mechanischen Abläufe. Ein scheinbar defektes Relais kann beispielsweise nur deshalb nicht anziehen, weil ein vorgeschalteter Kontakt nicht schließt. Eine Spielsequenz kann stehen bleiben, wenn ein Schrittschaltwerk durch alten Schmutz oder verhärtetes Schmiermittel blockiert wird.

Für die Wartung sind unter anderem Spulen, Spulenhülsen, Federn, Kontaktblätter, Lampensockel, Gummiringe, Flipperkugeln, Sicherungen, Schalterteile und verschiedene mechanische Komponenten wichtig. Nicht jedes historische Bauteil ist noch als exakte Neuproduktion verfügbar. Viele standardisierte Verschleißteile können jedoch weiterhin ersetzt oder fachgerecht überholt werden.

Bei Kontaktarbeiten ist Vorsicht erforderlich. Starkes Schleifpapier kann die Beschichtung empfindlicher Kontakte beschädigen. Je nach Kontaktart sind unterschiedliche Reinigungs- und Einstellverfahren erforderlich. Auch das wahllose Schmieren alter Mechaniken ist problematisch. Öl bindet Staub und kann langfristig zu zusätzlicher Schwergängigkeit führen.

Vor jeder Arbeit muss das Gerät vollständig vom Stromnetz getrennt werden. Elektromechanische Flipper enthalten Netzspannung und zahlreiche bewegliche Baugruppen. Eine Reparatur sollte anhand des Schaltplans und nicht ausschließlich durch Ausprobieren erfolgen.

Der Übergang zur elektronischen Bally-Generation

Die elektronischen Bally-Flipper der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre zählen heute zu den besonders beliebten Klassikern. Sie verbinden das direkte Spielgefühl älterer Geräte mit digitaler Punktezählung, elektronischen Sounds und komplexeren Spielabläufen.

Zu den bekanntesten Titeln dieser Epoche gehören unter anderem Evel Knievel, Eight Ball, Mata Hari, Playboy, Kiss, Lost World, Star Trek, Harlem Globetrotters on Tour, Paragon, Future Spa, Xenon, Flash Gordon, Eight Ball Deluxe, Centaur, Fathom, Medusa, Elektra, Embryon und Vector.

Viele dieser Geräte basieren auf einer vergleichbaren Grundarchitektur. Die Steuerung ist auf mehrere Platinen verteilt. Eine MPU übernimmt die zentrale Spiellogik. Weitere Baugruppen steuern Spulen, Lampen, Displays und Ton. Diese Aufteilung erleichtert die systematische Fehlersuche, setzt jedoch voraus, dass die richtige Platinenvariante identifiziert wird.

Besonders bekannt sind die Bally-MPU-Platinen AS-2518-17 und AS-2518-35. Obwohl beide äußerlich ähnlich wirken und teilweise durch moderne Ersatzlösungen gemeinsam abgedeckt werden können, dürfen Unterschiede bei ROM-Bestückung, Jumpern und Gerätekompatibilität nicht ignoriert werden.

Neben der MPU finden sich je nach Gerätegeneration unterschiedliche Gleichrichter-, Solenoid-Driver-, Lampen-, Sound- und Displayplatinen. Spätere Bally-Geräte kombinierten teilweise Funktionen, die bei frühen Modellen noch auf getrennten Platinen untergebracht waren.

Bei einer Ersatzteilbestellung sollten deshalb nicht nur der Flippertitel und das Baujahr genannt werden. Auch die aufgedruckte Platinenbezeichnung, die Revision und vorhandene Umbauten sind relevant.

Bally AS-2518-17 und AS-2518-35

Die AS-2518-17 und AS-2518-35 gehören zu den bekanntesten MPU-Platinen der klassischen Bally-Elektronik. Sie steuern zahlreiche Geräte aus der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre.

Ein häufiges Problem dieser Platinen ist Korrosion im Bereich der ursprünglich verbauten Batterie. Auslaufende Batterien können Leiterbahnen, Bauteile, Sockel und Steckverbindungen angreifen. Die Beschädigung bleibt anfangs möglicherweise auf einen kleinen Bereich begrenzt, breitet sich jedoch mit der Zeit weiter aus.

Eine alte Batterie sollte daher kontrolliert und gegebenenfalls entfernt beziehungsweise durch eine geeignete externe oder moderne Speicherlösung ersetzt werden. Ist bereits Korrosion vorhanden, genügt es nicht, nur die sichtbare Ablagerung oberflächlich abzuwischen. Der betroffene Bereich muss fachgerecht untersucht und repariert werden.

Weitere typische Fehlerquellen sind gealterte IC-Sockel, unterbrochene Leiterbahnen, defekte Reset-Schaltungen, beschädigte RAM-Bausteine und schlechte Steckkontakte. Die Startdiagnose vieler Bally-MPUs erfolgt über eine charakteristische Blinksequenz der Diagnose-LED. Wie weit diese Sequenz läuft, kann Hinweise auf den betroffenen Bereich geben.

Eine nicht startende MPU bedeutet nicht zwangsläufig, dass die gesamte Platine unbrauchbar ist. Viele Schäden lassen sich reparieren. Ist die Korrosion jedoch weit fortgeschritten oder wurde die Platine bereits mehrfach unsachgemäß bearbeitet, kann eine moderne Ersatz-MPU eine zuverlässige Alternative darstellen.

Nachbauplatinen müssen zum Gerät und zur benötigten Softwarekonfiguration passen. Auch wenn eine Ersatzplatine mehrere Bally-Systeme unterstützt, müssen ROM-Einstellungen, Jumper oder Gerätekonfigurationen korrekt vorgenommen werden.

Gleichrichter- und Spannungsversorgung prüfen

Eine stabile Spannungsversorgung ist die Grundlage für den zuverlässigen Betrieb jedes elektronischen Bally-Flippers. Bei älteren Geräten befinden sich Gleichrichter, Sicherungshalter, Steckverbinder und Transformatoranschlüsse häufig auf separaten Baugruppen.

Alterung, Wärme und hohe Ströme können zu schlechten Kontakten führen. Verfärbte Stecker, geschmolzene Gehäuse, spröde Kabel oder oxidierte Stiftleisten sind Warnzeichen. Eine lose Hochstromverbindung kann sich stark erwärmen und weitere Bauteile beschädigen.

Wird ein überhitzter Stecker repariert, sollten nicht nur das Kunststoffgehäuse und einzelne Kontakte betrachtet werden. Auch die Stiftleiste auf der Platine kann oxidiert oder thermisch geschädigt sein. Bleibt dieser Teil unverändert, kann der Übergangswiderstand erneut ansteigen.

Alte Sicherungshalter verlieren mit der Zeit ihre Spannkraft. Eine Sicherung kann dann äußerlich intakt erscheinen, aber keinen sicheren Kontakt mehr haben. Auch falsche Sicherungswerte sind problematisch. Eine stärkere Sicherung schützt die Schaltung nicht besser, sondern kann im Fehlerfall schwere Schäden ermöglichen.

Spannungen sollten nur mit geeigneten Messgeräten und ausreichender Fachkenntnis geprüft werden. Im Netzteilbereich und an Displayversorgungen können gefährliche Spannungen auftreten.

Solenoid Driver und Spulensteuerung

Die Solenoid-Driver-Platine steuert bei klassischen Bally-Flippern Spulen und weitere leistungsstarke Verbraucher. Dazu gehören unter anderem Bumper, Kicker, Auswerfer und bestimmte Relais.

Ein Defekt in der Treiberstufe kann dazu führen, dass eine Spule nicht anzieht oder dauerhaft eingeschaltet bleibt. Eine dauerhaft bestromte Spule kann innerhalb kurzer Zeit sehr heiß werden und durchbrennen. Deshalb sollte ein Flipper bei ungewöhnlichem Brummen, Rauchentwicklung oder starkem Geruch sofort ausgeschaltet werden.

Nicht jeder Spulenfehler liegt auf der Treiberplatine. Auch eine unterbrochene Wicklung, ein defekter Anschlussdraht, eine falsche Diode, ein Kabelbruch oder eine blockierte Mechanik kann die Funktion beeinträchtigen.

Vor dem Austausch eines Treibertransistors sollte deshalb die angeschlossene Spule geprüft werden. Wird nur der Transistor ersetzt, während die Spule oder ihre Diode einen Kurzschluss verursacht, kann das neue Bauteil sofort wieder ausfallen.

Bei vielen Bally-Geräten übernimmt die Solenoid-Driver-Platine zusätzlich Teile der Spannungsregelung. Gealterte Leistungskomponenten, schlechte Masseverbindungen und thermisch belastete Steckverbinder können daher auch Startprobleme oder instabile Betriebsspannungen verursachen.

Lampenplatinen und Beleuchtungsfehler

Die Beleuchtung klassischer Bally-Flipper besteht aus der General Illumination und kontrollierten Lampen. Die General Illumination sorgt für eine dauerhafte Grundbeleuchtung, während kontrollierte Lampen durch die Elektronik ein- und ausgeschaltet werden, um Spielzustände und Ziele anzuzeigen.

Fällt nur eine einzelne Lampe aus, liegt die Ursache häufig an der Birne, dem Sockel, einem Kabel oder einem lokalen Kontaktproblem. Fallen mehrere kontrollierte Lampen aus, können Steckverbindungen, Treiberbauteile oder die Lampenplatine betroffen sein.

Alte Lampensockel sind häufig oxidiert oder mechanisch ausgeleiert. Eine neue Birne kann dann trotz intaktem Leuchtmittel keinen sicheren Kontakt herstellen. Durch vorsichtige Reinigung oder den Austausch des Sockels lässt sich die Funktion wiederherstellen.

Bei Umrüstung auf LED-Beleuchtung sollten ausschließlich für Flipperautomaten geeignete LEDs verwendet werden. Die elektronische Lampensteuerung älterer Bally-Geräte unterscheidet sich von moderner Beleuchtungstechnik. Ungeeignete LEDs können flackern, schwach glimmen oder sich bei gedimmten beziehungsweise gepulsten Signalen ungewöhnlich verhalten.

Die Lichtfarbe beeinflusst den Charakter eines historischen Bally-Flippers deutlich. Warmweiße LEDs können die Wirkung klassischer Glühlampen annähern, während kaltweiße oder farbige LEDs einzelne Inserts stärker hervorheben. Eine vollständige Umrüstung sollte zum Artwork und zur gewünschten Originalwirkung passen.

Bally-Displays und Hochspannungsversorgung

Elektronische Bally-Flipper der klassischen Generation verwenden häufig sechsstellige oder siebenstellige Gasentladungsanzeigen. Diese Displays benötigen eine vergleichsweise hohe Betriebsspannung.

Ein dunkles oder schwaches Display muss nicht zwangsläufig vollständig defekt sein. Auch die Hochspannungsversorgung, Steckkontakte, Widerstände, Transistoren und Lötstellen können die Ursache darstellen.

Fehlt bei mehreren Anzeigen dasselbe Segment oder dieselbe Ziffer, deutet dies häufig eher auf eine gemeinsame Ansteuerung oder Steckverbindung als auf mehrere gleichzeitig defekte Displays hin. Fällt nur ein einzelnes Display aus, sollte dessen Versorgung und Ansteuerung separat geprüft werden.

Moderne Ersatzanzeigen können eine sinnvolle Alternative zu alten Gasentladungsdisplays sein. Je nach Ausführung benötigen sie weniger Energie und belasten die Hochspannungsversorgung geringer. Sie sollten jedoch optisch und elektrisch zum jeweiligen Bally-System passen.

Arbeiten an der Displayversorgung erfordern besondere Vorsicht. Auch nach dem Ausschalten können Bauteile noch Restspannung führen. Reparaturen sollten nur von Personen mit entsprechenden elektrotechnischen Kenntnissen durchgeführt werden.

Soundplatinen verschiedener Bally-Generationen

Die Soundtechnik von Bally entwickelte sich über mehrere Stufen. Frühe elektronische Geräte erzeugten einfache Töne, während spätere Systeme komplexere Klänge, Sprache und charakteristische Soundeffekte ermöglichten.

Im Laufe der Zeit kamen verschiedene Soundplatinen zum Einsatz, darunter einfache Tone Boards, Sounds-Plus-Systeme, Vocalizer-Lösungen, Squawk & Talk sowie Cheap Squeak. Diese Platinen sind nicht beliebig austauschbar.

Ein Bally-Flipper ohne Ton kann unterschiedliche Fehlerursachen haben. Neben der Soundplatine selbst kommen der Lautsprecher, die Spannungsversorgung, Steckverbinder, Lautstärkeregler und die Signalleitung von der MPU infrage.

Bei verzerrter oder brummender Wiedergabe sollten ebenfalls nicht sofort sämtliche ICs ersetzt werden. Gealterte Kondensatoren, schlechte Masseverbindungen, ein beschädigter Lautsprecher oder eine unstabile Versorgungsspannung können ähnliche Symptome hervorrufen.

Die genaue Platinenbezeichnung ist für die Ersatzteilwahl und Reparatur entscheidend. Selbst innerhalb eines Spieltitels können durch frühere Umbauten oder Reparaturen abweichende Platinen eingebaut worden sein.

Mechanische Ersatzteile für klassische Bally-Flipper

Auch bei elektronisch gesteuerten Bally-Geräten wird das eigentliche Spiel durch zahlreiche mechanische Baugruppen erzeugt. Spulen bewegen Flipperfinger, Bumper, Kicker, Drop Targets, Saucer und Kugelauswürfe.

Diese Mechaniken verschleißen durch die wiederholten Bewegungen. Spulenhülsen können sich verformen oder verschmutzen. Plunger schlagen sich an den Enden aus. Federn verlieren ihre Spannung. Gelenke und Buchsen entwickeln Spiel.

Eine gründliche Überholung kann die ursprüngliche Leistung häufig wiederherstellen. Dabei sollte die gesamte Baugruppe betrachtet werden. Nur eine stärkere Spule einzubauen, ist keine geeignete Lösung für eine schwergängige oder ausgeschlagene Mechanik.

Spulen werden anhand ihrer aufgedruckten Bezeichnung ausgewählt. Äußerlich ähnliche Spulen können unterschiedliche Wicklungen und Leistungswerte besitzen. Eine falsche Spule kann zu schwacher Funktion, Überhitzung oder Schäden an Plastics und Mechaniken führen.

Spulenhülsen und Plunger sollten trocken und sauber arbeiten. Schmiermittel im Inneren der Spule binden Staub und erhöhen langfristig die Reibung. Falls eine Mechanik nicht leichtgängig ist, müssen die verschlissenen oder verformten Teile identifiziert und ersetzt werden.

Drop Targets und Target-Bänke

Drop Targets sind ein charakteristisches Element vieler klassischer Bally-Flipper. Einzelne Targets oder vollständige Target-Bänke werden von der Kugel getroffen, abgesenkt und später durch eine Spule zurückgesetzt.

Mit der Zeit können Target-Köpfe brechen, Führungen verschleißen, Federn ermüden oder Reset-Mechaniken schwergängig werden. Auch falsch eingestellte Schalter können dazu führen, dass ein abgesenktes Target nicht erkannt wird.

Bei der Reparatur sollte geprüft werden, ob nur das sichtbare Target beschädigt ist oder die gesamte Mechanik verschlissen wurde. Ein neues Target arbeitet nicht zuverlässig, wenn Führung, Feder oder Reset-Plunger weiterhin blockieren.

Spielspezifische Targets können sich durch Farbe, Beschriftung und Form unterscheiden. Neutrale Ersatztargets erfüllen möglicherweise die mechanische Funktion, entsprechen aber optisch nicht dem Original. Bei einer restaurierungsorientierten Instandsetzung sind passende bedruckte oder lizenzierte Nachfertigungen daher besonders interessant.

Die Target-Bank sollte nach dem Zusammenbau gleichmäßig und ohne Verkanten arbeiten. Einzelne Targets dürfen nicht so schwergängig sein, dass die Reset-Spule dauerhaft übermäßig belastet wird.

Flipperfinger und Flippermechaniken

Die Flipperfinger bestimmen wesentlich, wie direkt und kontrolliert sich ein Bally-Flipper spielt. Schwache, träge oder ausgeschlagene Flipper verändern das gesamte Spielgefühl.

Mögliche Ursachen sind verschlissene Plunger, verformte Spulenhülsen, beschädigte Links, ausgeschlagene Kurbeln, schwache Rückholfedern, verschmutzte Mechaniken oder falsch eingestellte Endkontakte.

Bei älteren Bally-Flippern unterscheiden sich Flipperaufbauten je nach Baujahr und System. Vor der Bestellung eines vollständigen Rebuild-Kits sollte geprüft werden, welche Mechanik tatsächlich verbaut ist. Auch linke und rechte Baugruppen können unterschiedliche Teile benötigen.

Nach der Überholung muss der Flipperfinger korrekt auf der Welle positioniert werden. Ein falscher Winkel verändert die Ballkontrolle und kann dazu führen, dass der Finger am Spielfeld oder an benachbarten Teilen anschlägt.

Schraubverbindungen müssen sicher sitzen, dürfen aber empfindliche Komponenten nicht beschädigen. Nach der Montage sollte die Mechanik bei ausgeschaltetem Gerät von Hand geprüft werden. Sie muss sich frei bewegen und zuverlässig in die Ausgangsposition zurückkehren.

Gummiringe und das typische Spielgefühl

Gummiringe gehören zu den wichtigsten Verschleißteilen eines Bally-Flippers. Sie dämpfen Kugelschläge, schützen Bauteile und beeinflussen das Abprallverhalten.

Mit zunehmendem Alter werden Gummis hart, rissig oder porös. Dadurch verliert der Flipper an Lebendigkeit. Die Kugel prallt weniger kontrolliert ab, und benachbarte Plastics oder Metallteile werden stärker belastet.

Beim Austausch sollte die richtige Größe verwendet werden. Ein zu kleiner Ring steht unter hoher Spannung und kann Posts oder Plastics belasten. Ein zu großer Ring sitzt locker und verändert den Kugelweg.

Die Wahl des Materials wirkt sich ebenfalls auf das Spiel aus. Klassische Gummiringe vermitteln ein anderes Abprallverhalten als moderne Silikon- oder Polyurethanringe. Wer einen historischen Bally-Flipper möglichst originalgetreu erhalten möchte, kann andere Prioritäten setzen als ein Spieler, der ein besonders schnelles oder pflegeleichtes Setup bevorzugt.

Nach dem Einbau eines vollständigen Gummisatzes sollte geprüft werden, ob alle Kugelwege frei sind und die Ringgrößen dem Handbuch beziehungsweise dem vorgesehenen Aufbau entsprechen.

Kugeln regelmäßig kontrollieren

Die Flipperkugel wirkt auf nahezu jeden Bereich des Spielfelds ein. Eine beschädigte, korrodierte oder raue Kugel kann den Spielfeldlack, Rampen, Plastics und Metallführungen stark beanspruchen.

Alte Kugeln sollten regelmäßig gereinigt und auf Kratzer, Roststellen oder matte Oberflächen geprüft werden. Tiefe Beschädigungen lassen sich durch Polieren nicht immer vollständig beseitigen. In diesem Fall ist der Austausch die bessere Lösung.

Die korrekte Kugelgröße ist entscheidend. Verwendet werden sollten ausschließlich für Flipperautomaten geeignete Stahlkugeln in der vorgesehenen Abmessung. Abweichende Größen können Kugelrinnen, Auswerfer und andere Mechaniken beeinträchtigen.

Bei Geräten mit Magneten können besondere Anforderungen an das Kugelmaterial bestehen. Die Angaben des jeweiligen Geräts und der Ersatzteilbeschreibung sollten deshalb beachtet werden.

Schalter, Blattkontakte und Schaltmatrix

Bally-Flipper verwenden je nach Epoche unterschiedliche Schaltertypen. Elektromechanische Geräte arbeiten vorwiegend mit Blattkontakten und Kontaktstapeln. Elektronische Geräte ergänzen diese durch eine Schaltmatrix und verschiedene mechanische Schalterausführungen.

Ein Schalter kann elektrisch intakt sein und trotzdem nicht zuverlässig auslösen, wenn seine mechanische Betätigung falsch eingestellt ist. Umgekehrt kann ein korrekt bewegter Kontakt durch Oxidation, einen Kabelbruch oder eine defekte Diode elektrisch ausfallen.

Bei Blattkontakten ist der richtige Abstand wichtig. Die Kontaktzungen dürfen nicht unnötig stark verbogen werden. Auch die Kontaktflächen müssen zur jeweiligen Anwendung passend gereinigt werden.

Fehler in einer Schaltmatrix können mehrere scheinbar unabhängige Schalter betreffen. Wenn eine ganze Reihe oder Spalte falsch reagiert, sollte nicht jeder einzelne Schalter ersetzt werden. Steckverbindungen, Dioden, Kabel und die zugehörige Treiberelektronik müssen systematisch geprüft werden.

Gerätehandbücher enthalten häufig Schalterlisten und Matrixpläne. Diese erleichtern die Zuordnung und helfen, gemeinsame Fehlerpfade zu erkennen.

Bally und Stern – ähnlich, aber nicht identisch

Bei Ersatzteilen für klassische elektronische Bally-Flipper wird häufig auch der Name Stern genannt. Die damaligen Bally- und Stern-Systeme weisen technische Ähnlichkeiten auf. Bestimmte Platinenkonzepte, Bauteile und Reparaturverfahren überschneiden sich.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Bally-Teil automatisch in einen Stern-Flipper passt. Stern verwendete eigene MPU-, Sound- und Treibervarianten sowie teilweise andere Steckbelegungen und Spielkonfigurationen.

Ein modernes Ersatzteil kann ausdrücklich mehrere Bally- und Stern-Platinen ersetzen. Diese Kompatibilität muss jedoch in der Produktbeschreibung genannt sein. Eine rein optische Ähnlichkeit ist kein ausreichender Nachweis.

Besonders bei ROMs, Jumpern, Steckern und Soundplatinen ist eine genaue Prüfung erforderlich. Die Verwendung eines ungeeigneten Bauteils kann Fehlfunktionen oder Schäden verursachen.

Die spätere Verbindung zwischen Bally und Williams

Nachdem Williams Bally/Midway übernommen hatte, wurden weiterhin Flipper unter der Marke Bally veröffentlicht. Technisch entstanden diese Geräte jedoch innerhalb derselben Unternehmens- und Entwicklungsstruktur wie Williams-Flipper.

Daher teilen sich viele Bally- und Williams-Geräte aus den späten 1980er- und 1990er-Jahren identische oder ähnliche elektronische Plattformen. Besonders deutlich wird dies bei der WPC-Generation.

Ein Bally-Flipper aus dieser Zeit kann dieselben CPU-, Treiber-, Sound- oder Displaytechnologien verwenden wie ein vergleichbarer Williams-Flipper. Auch zahlreiche mechanische Standardteile wurden markenübergreifend eingesetzt.

Spielspezifische Bauteile bleiben dennoch eindeutig einem bestimmten Titel zugeordnet. Rampen, Plastics, Figuren, Kabelbäume, Decals und Sondermechaniken eines Bally-Flippers können nicht allein deshalb in einem Williams-Gerät verwendet werden, weil beide auf WPC basieren.

Für Ersatzteile dieser Epoche ist die Bezeichnung Williams/Bally sachlich sinnvoll. Bei frühen elektronischen Bally-Geräten darf sie jedoch nicht zu der Annahme führen, dass moderne WPC-Komponenten kompatibel wären.

Bally-Flipper der WPC-Generation

Unter der Marke Bally erschienen in den 1990er-Jahren einige der bekanntesten Flipperautomaten überhaupt. Zu den Titeln dieser Epoche zählen unter anderem The Addams Family, Doctor Who, Creature from the Black Lagoon, Twilight Zone, Judge Dredd, World Cup Soccer, Indianapolis 500, Theatre of Magic, Safe Cracker, Scared Stiff, Cirqus Voltaire, Attack from Mars, The Champion Pub und Cactus Canyon.

Diese Geräte verwenden je nach Baujahr unterschiedliche Entwicklungsstufen der WPC-Plattform. Dazu gehören frühe WPC-Varianten, WPC-DCS, WPC-Security und WPC-95.

Die genaue WPC-Generation beeinflusst die Auswahl von CPU-, Power-Driver-, Sound- und Displaykomponenten. Ein Teil, das allgemein als WPC-kompatibel beschrieben wird, passt nicht zwangsläufig in jede Revision.

Mechanische Standardteile wie Spulenhülsen, Flipperkomponenten, Schalter und Kugeln können dagegen in mehreren Titeln verwendet werden. Trotzdem sollte auch hier die Originalteilenummer geprüft werden.

WPC-Bally-Flipper besitzen häufig aufwendige Sondermechaniken. Beispiele sind Thing aus The Addams Family, die Powerball- und Gumball-Mechanik in Twilight Zone oder die Kanonen in Judge Dredd. Solche Baugruppen benötigen spielspezifische Ersatzteile und eine sorgfältige Einstellung.

The Addams Family und die Bedeutung der Bally-Klassiker

The Addams Family gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Flipperautomaten der Geschichte. Das Gerät wurde 1992 unter der Marke Bally veröffentlicht und verbindet eine zugängliche Spielstruktur mit aufwendigen Mechaniken, Magneten, Sprachsamples und einem stark wiedererkennbaren Thema.

Seine hohe Verbreitung bedeutet, dass weiterhin ein großer Bedarf an Ersatzteilen besteht. Gleichzeitig haben viele Geräte über Jahrzehnte intensiv im gewerblichen Betrieb gestanden. Entsprechend können Spielfeld, Mechaniken, Plastics, Rampen, Magnete und Gehäuse deutliche Gebrauchsspuren aufweisen.

Die Versorgung umfasst heute sowohl mechanische Standardteile als auch spielspezifische Nachfertigungen. Bei Artwork, Plastics und anderen geschützten Designs sollte auf entsprechend lizenzierte Produkte geachtet werden.

Der hohe Sammlerwert eines bekannten Titels macht eine nachvollziehbare und rückrüstbare Reparatur besonders wichtig. Originalteile sollten aufbewahrt werden, selbst wenn moderne Ersatzkomponenten eingebaut werden.

Rampen, Plastics und spielspezifische Teile

Spielspezifische Bally Ersatzteile gehören häufig zu den aufwendigsten Komponenten einer Restaurierung. Während Standardteile für viele Geräte gemeinsam produziert werden können, benötigen Rampen, Plastics, Figuren und Decals eigene Formen, Vorlagen oder Lizenzen.

Kunststofframpen können im Laufe der Jahre vergilben, reißen oder an Schraubpunkten ausbrechen. Besonders gefährdet sind Bereiche, die wiederholt von der Kugel getroffen werden oder unter mechanischer Spannung stehen.

Plastics können durch Kugelschläge, falsche Schraubenspannung oder Alterung brechen. Transparente Plastic Protectors können gefährdete Bereiche stabilisieren und die Last besser verteilen. Sie ersetzen jedoch kein vollständig zerstörtes Plastic.

Bei einer Nachfertigung müssen Bohrungen, Biegungen, Aussparungen und Materialstärken zum Gerät passen. Schon geringe Abweichungen können Kugelwege oder benachbarte Mechaniken beeinflussen.

Bedruckte Teile und Artwork sollten als original, lizenziert oder kompatibel gekennzeichnet sein. Lizenzierte Williams/Bally-Reproduktionsteile können an entsprechenden Hinweisen des Rechteinhabers erkennbar sein.

Platinen reparieren oder ersetzen

Viele originale Bally-Platinen können repariert werden. Der Austausch einzelner Transistoren, Kondensatoren, Gleichrichter, Widerstände, Sockel, Steckverbinder oder Sicherungshalter ist häufig wirtschaftlicher und originalgetreuer als der vollständige Ersatz.

Eine Reparatur ist besonders sinnvoll, wenn die Platine strukturell gut erhalten ist und nur klar begrenzte Defekte aufweist. Bei starker Batteriekorrosion, verbrannten Leiterbahnen oder zahlreichen früheren Umbauten kann eine Nachbauplatine jedoch zuverlässiger sein.

Moderne Ersatzplatinen bieten teilweise zusätzliche Diagnosefunktionen oder ersetzen mehrere historische Revisionen. Sie müssen dennoch korrekt konfiguriert werden. Spiel-ROM, Jumper, Steckbelegung und Versorgungsspannung müssen stimmen.

Vor dem Platinenwechsel sollte geprüft werden, ob der Fehler tatsächlich auf der Platine liegt. Eine neue Treiberplatine behebt beispielsweise keinen Kurzschluss in einer Spule. Ebenso löst eine neue MPU kein Problem, das durch eine instabile Stromversorgung verursacht wird.

Elektronikarbeiten sollten von fachkundigen Personen durchgeführt werden. Eine falsche Messung oder ein versehentlicher Kurzschluss kann seltene Bauteile und weitere Baugruppen beschädigen.

Originalteile, NOS und moderne Nachfertigungen

Bei Bally Ersatzteilen werden unterschiedliche Begriffe verwendet. Ihre Bedeutung sollte vor der Bestellung klar sein.

Ein Originalteil stammt aus der damaligen Produktion oder dem historischen Ersatzteilbestand. Wird es als NOS bezeichnet, handelt es sich um unbenutzten Altbestand. Ein NOS-Teil kann dennoch altersbedingte Veränderungen aufweisen. Kunststoff kann spröde werden, Gummi aushärten und ein elektronischer Kondensator altern, obwohl das Teil nie eingebaut war.

Eine lizenzierte Nachfertigung wird mit Genehmigung des jeweiligen Rechteinhabers hergestellt. Dies ist besonders bei Artwork, Decals, Backglass, Translites und bedruckten Plastics relevant.

Kompatible Ersatzteile stammen von unabhängigen Herstellern und erfüllen die technische Funktion des Originals. Bei mechanischen Standardteilen, Spulenhülsen, Steckern, Schaltern, Kugeln und Gummis sind hochwertige kompatible Produkte üblich.

Modernisierte Ersatzlösungen können alte Technik ersetzen, ohne sie exakt nachzubilden. Beispiele sind LED-Displays, universelle MPU-Nachbauten oder moderne Netzteilplatinen.

Welche Variante geeignet ist, hängt vom Restaurierungsziel ab. Ein möglichst originaler Sammlerflipper stellt andere Anforderungen als ein Gerät, das regelmäßig und zuverlässig gespielt werden soll.

Bally-Teilenummern richtig verwenden

Die originale Teilenummer ist eine der zuverlässigsten Grundlagen für die Ersatzteilsuche. Sie kann auf Platinen, Spulen, Baugruppen oder im Gerätehandbuch zu finden sein.

Bei Bally-Platinen beginnen viele Bezeichnungen mit Kürzeln wie AS-2518. Die folgenden Ziffern identifizieren die jeweilige Baugruppe oder Revision. Diese Nummern sollten vollständig übernommen werden.

Spulen besitzen eigene Bezeichnungen, die Hinweise auf Wicklung und Bauart geben. Eine optisch identische Spule kann elektrisch deutlich anders ausgelegt sein. Die vorhandene Beschriftung sollte daher möglichst genau abgelesen werden.

Bei spielspezifischen Teilen ist neben der Nummer auch der vollständige Flippertitel wichtig. Unterschiedliche Ausführungen oder Revisionen können ähnlich aussehen, aber abweichende Bohrungen oder Befestigungen besitzen.

Scharfe Fotos des Bauteils, seiner Anschlüsse und der Einbauposition erleichtern die Zuordnung. Auch Maße können hilfreich sein, sollten eine vorhandene Originalnummer jedoch nicht ersetzen.

Handbücher und Schaltpläne als Reparaturgrundlage

Für zahlreiche Bally-Flipper existieren Gerätehandbücher, Schaltpläne und Ersatzteilkataloge. Sie enthalten Informationen zu Sicherungen, Spulen, Schaltern, Lampen, Platinen und Kabelverbindungen.

Bei frühen elektronischen Geräten helfen Schaltpläne dabei, die einzelnen Platinen und Versorgungswege zu verstehen. Tabellen zeigen häufig, welcher Treibertransistor eine bestimmte Spule oder Lampe steuert.

Bei WPC-Geräten enthalten die Handbücher zusätzlich Testmenüs, Fehlercodes und detaillierte Explosionszeichnungen.

Die Dokumentation ist besonders wichtig, wenn ein Gerät über Jahre verändert wurde. Nicht jede vorhandene Verkabelung entspricht noch dem ursprünglichen Zustand. Ein Vergleich mit dem Schaltplan kann unsachgemäße Umbauten sichtbar machen.

Ein Handbuch ersetzt jedoch keine fachliche Qualifikation. Besonders Arbeiten an Netzspannung, Hochspannungsversorgung und Leistungselektronik dürfen nicht allein anhand einer Zeichnung ohne entsprechende Kenntnisse durchgeführt werden.

Typische Fehler bei der Ersatzteilbestellung

Die größte Fehlerquelle ist die Annahme, alle Bally-Flipper verwendeten ähnliche Technik. Tatsächlich liegen zwischen einem elektromechanischen Bally-Gerät, einem klassischen AS-2518-System und einem Bally-WPC-Flipper mehrere vollständig unterschiedliche Technikgenerationen.

Eine Platine sollte niemals nur nach ihrer Form ausgewählt werden. Auch Steckerpositionen, Revisionen und Bestückung müssen übereinstimmen.

Bei Spulen ist die aufgedruckte Bezeichnung entscheidend. Eine vermeintlich stärkere Spule ist kein geeignetes Upgrade für eine verschlissene Mechanik.

Gummiringe müssen in der richtigen Größe eingesetzt werden. Rampen und Plastics müssen exakt zum Spieltitel passen. Bei LEDs sind Sockel, Spannung und elektronische Ansteuerung relevant.

Hilfreich für die richtige Auswahl sind:

  • der vollständige Name des Flippers,
  • das Baujahr,
  • die technische Systemgeneration,
  • die vollständige Teilenummer,
  • die Einbauposition,
  • Fotos des vorhandenen Bauteils,
  • und Hinweise auf bereits vorgenommene Umbauten.

Je genauer diese Angaben sind, desto zuverlässiger lässt sich das passende Bally Ersatzteil bestimmen.

Reinigung und regelmäßige Wartung

Ein sauberer Flipper spielt nicht nur besser, sondern verschleißt häufig auch langsamer. Staub, Gummiabrieb und Metallpartikel bilden auf dem Spielfeld eine dunkle Schmutzschicht, die sich auf Kugeln, Mechaniken und Kunststoffteilen verteilt.

Das Spielfeld sollte mit einem geeigneten Flipperreiniger und weichen Tüchern gepflegt werden. Aggressive Lösungsmittel oder scheuernde Materialien können Lack, Drucke und Kunststoffe beschädigen.

Bei älteren Bally-Spielfeldern ist besondere Vorsicht erforderlich. Je nach Baujahr, Zustand und früheren Reparaturen können Lackschichten empfindlich oder bereits stellenweise gelöst sein. Ein Reinigungsmittel sollte zunächst an einer unauffälligen Position getestet werden.

Kugeln, Gummis und Flippermechaniken sollten regelmäßig kontrolliert werden. Verrostete Kugeln, harte Gummis und ausgeschlagene Mechaniken beeinträchtigen das Spiel und können weitere Schäden verursachen.

Auch Platinen und Steckverbinder verdienen eine Sichtprüfung. Batteriekorrosion, verfärbte Stecker, lose Sicherungshalter und beschädigte Kabel sollten frühzeitig erkannt werden.

Bally-Flipper fachgerecht restaurieren

Eine Restaurierung sollte mit einer Bestandsaufnahme beginnen. Dabei werden Elektronik, Mechanik, Spielfeld, Cabinet und vorhandene Originalteile dokumentiert.

Zuerst sollten sicherheitsrelevante und elektrische Probleme behoben werden. Dazu gehören Netzleitung, Sicherungen, Erdung, überhitzte Stecker und instabile Spannungsversorgungen.

Danach können mechanische Baugruppen überholt werden. Flipper, Bumper, Kicker, Drop Targets und Kugelauswürfe müssen leichtgängig und korrekt eingestellt sein.

Erst wenn der Flipper technisch zuverlässig arbeitet, sollten umfangreiche kosmetische Arbeiten erfolgen. Neue Plastics oder Rampen sind wenig sinnvoll, solange eine falsch eingestellte Mechanik sie erneut beschädigen kann.

Bei Sammlergeräten sollten entfernte Originalteile beschriftet und aufbewahrt werden. Auch eine beschädigte originale Baugruppe kann später als Referenz oder für eine fachgerechte Wiederherstellung wertvoll sein.

Ob eine Restaurierung möglichst originalgetreu oder mit modernen Verbesserungen durchgeführt wird, hängt vom persönlichen Ziel ab. Wichtig ist, Änderungen sauber zu dokumentieren und möglichst rückrüstbar auszuführen.

Bally Ersatzteile bei PU parts kaufen

Bally-Flipper stehen für unterschiedliche Epochen der Flippergeschichte. Vom elektromechanischen Klassiker über die frühen mikroprozessorgesteuerten Geräte bis zum aufwendigen WPC-Flipper der 1990er-Jahre reicht eine technische Entwicklung, die bei der Ersatzteilsuche berücksichtigt werden muss.

Bei PU parts finden Sie ausgewählte Bally Ersatzteile für Wartung, Reparatur und Restaurierung. Dazu gehören unter anderem Spulen und Spulenkomponenten, Flipperteile, Schalter, Lampen, LEDs, Gummiringe, Kugeln, Steckverbinder, Platinen und weitere mechanische oder elektronische Komponenten.

Für klassische Bally-Geräte mit AS-2518-Elektronik stehen heute sowohl einzelne Reparaturteile als auch moderne Ersatzplatinen zur Verfügung. Elektromechanische Flipper lassen sich mit passenden Spulen, Kontakten, Federn und mechanischen Verschleißteilen erhalten. Für spätere Bally-WPC-Geräte existieren zahlreiche gemeinsame Williams/Bally-Komponenten sowie spielspezifische Nachfertigungen.

Prüfen Sie vor der Bestellung immer den vollständigen Flippertitel, das Baujahr, die Systemgeneration und die vorhandene Teilenummer. Besonders die Unterscheidung zwischen frühem Bally-System und späterer Williams/Bally-WPC-Technik ist entscheidend.

Bally-Flipper werden in ihrer historischen Form zwar nicht mehr produziert, doch zahlreiche Geräte sind weiterhin täglich im Einsatz. Mit passenden Ersatzteilen, regelmäßiger Wartung und fachgerechter Reparatur bleiben diese Klassiker spielbereit und bewahren den unverwechselbaren Charakter einer der wichtigsten Marken der Flippergeschichte.


Häufig gestellte Fragen zu Bally Ersatzteilen

Werden Bally-Flipper heute noch hergestellt?

Nein. Bally-Flipper werden in ihrer historischen Form nicht mehr produziert. Zahlreiche Geräte sind jedoch weiterhin im Einsatz und können mit passenden Ersatzteilen, Nachfertigungen und modernen Ersatzlösungen gewartet, repariert und restauriert werden.

Gibt es noch originale Bally Ersatzteile?

Für einige Bally-Flipper sind noch originale Altbestände erhältlich. Zusätzlich gibt es lizenzierte Nachfertigungen, kompatible Verschleißteile, moderne Ersatzplatinen und weitere technische Ersatzlösungen für unterschiedliche Gerätegenerationen.

Wie finde ich das richtige Ersatzteil für meinen Bally-Flipper?

Entscheidend sind der vollständige Flippertitel, das Baujahr, die technische Systemgeneration und möglichst die originale Bally-Teilenummer. Zusätzlich sollten die Einbauposition, Abmessungen, Anschlüsse und die vorhandene Ausführung des Bauteils geprüft werden.

Warum ist die Systemgeneration bei Bally Ersatzteilen so wichtig?

Bally produzierte über mehrere Jahrzehnte technisch sehr unterschiedliche Flipperautomaten. Elektromechanische Geräte, klassische elektronische Bally-Flipper mit AS-2518-Platinen und spätere WPC-Flipper verwenden jeweils andere Steuerungen, Platinen und Komponenten.

Warum werden Bally und Williams häufig gemeinsam genannt?

Nach der Übernahme von Bally/Midway durch Williams wurden zahlreiche spätere Bally-Flipper auf denselben technischen Plattformen wie Williams-Geräte entwickelt. Deshalb werden viele Ersatzteile für diese Geräte als Williams/Bally-kompatibel angeboten.

Passen Williams Ersatzteile in jeden Bally-Flipper?

Nein. Bei späteren Williams/Bally-Geräten können viele mechanische und elektronische Standardteile gemeinsam verwendet werden. Für klassische Bally-Systeme aus den 1970er- und 1980er-Jahren besteht diese Kompatibilität normalerweise nicht.

Können originale Bally-Platinen repariert werden?

Ja. Viele originale Bally-Platinen lassen sich durch den Austausch einzelner Bauteile, Steckverbinder oder beschädigter Leiterbahnen reparieren. Bei starker Korrosion oder umfangreichen Vorschäden kann eine moderne Ersatzplatine jedoch die zuverlässigere Lösung sein.

Was muss bei ausgelaufenen Batterien auf einer Bally-MPU beachtet werden?

Auslaufende Batterien können Leiterbahnen, Bauteile, IC-Sockel und Steckverbindungen beschädigen. Die Batterie sollte möglichst schnell entfernt und der betroffene Bereich fachgerecht gereinigt, geprüft und gegebenenfalls repariert werden.

Kann ich LEDs in einem Bally-Flipper verwenden?

Ja. Viele Glühlampen können durch geeignete Flipper-LEDs ersetzt werden. Dabei müssen Sockeltyp, Lichtfarbe und die elektrische Ansteuerung des jeweiligen Bally-Systems berücksichtigt werden, damit es nicht zu Flackern oder Nachleuchten kommt.

Welche Bally Ersatzteile verschleißen besonders häufig?

Häufig benötigt werden Spulenhülsen, Plunger, Coil Stops, Federn, Flipperteile, Gummiringe, Kugeln, Drop Targets, Schalter, Lampen und Lampensockel. Der tatsächliche Verschleiß hängt vom Gerät, seinem Alter und der Spielhäufigkeit ab.