Flipperfinger – Aufbau, Funktion, Einstellung und typische Probleme
Der Flipperfinger gehört zu den bekanntesten Bauteilen eines Flipperautomaten. Für den Spieler ist er das wichtigste Werkzeug, um die Kugel gezielt über das Spielfeld zu schießen, Rampen zu treffen und die Kugel möglichst lange im Spiel zu halten. Was von oben betrachtet wie ein vergleichsweise einfaches Kunststoffteil aussieht, ist jedoch nur der sichtbare Teil einer deutlich komplexeren Mechanik unterhalb des Spielfelds.
Betätigt der Spieler den Flipperknopf am Cabinet, wird innerhalb kürzester Zeit eine ganze Abfolge elektrischer und mechanischer Vorgänge ausgelöst. Eine Flipperspule erzeugt die notwendige Kraft, ein Kolben setzt sich in Bewegung und die Flippermechanik überträgt diese lineare Bewegung auf die Flipperwelle. Dadurch dreht sich der Flipperfinger mit hoher Geschwindigkeit nach oben und beschleunigt die Kugel. Gerade diese enorme Beanspruchung macht die Flippermechanik zu einem Bereich, der regelmäßig gewartet werden sollte. Ein Flipperfinger führt während eines Spiels unzählige Bewegungen aus. Mit zunehmender Betriebsdauer können deshalb Hülsen, Plunger, Gelenke, Anschläge, Buchsen und weitere Komponenten verschleißen.
Was ist ein Flipperfinger?
Als Flipperfinger bezeichnet man den beweglichen Kunststoffarm auf dem Spielfeld, mit dem der Spieler die Flipperkugel kontrolliert und beschleunigt. Im englischsprachigen Pinball-Bereich wird meistens einfach von einem Flipper oder Flipper Bat gesprochen. Der sichtbare Flipperfinger ist auf einer Welle montiert, die durch das Spielfeld geführt wird. Unterhalb des Spielfelds ist diese Welle mit der eigentlichen Flippermechanik verbunden. Wird die Mechanik betätigt, dreht sich die Welle und damit auch der Flipperfinger.
Nach dem Loslassen des Flipperknopfes sorgt die Mechanik dafür, dass der Finger wieder schnell und zuverlässig in seine Ausgangsposition zurückkehrt. Damit übernimmt der Flipperfinger zwei zentrale Aufgaben: Er ermöglicht dem Spieler die aktive Kontrolle über die Kugel und muss gleichzeitig ausreichend Kraft übertragen, um eine schwere Stahlkugel innerhalb von Sekundenbruchteilen stark zu beschleunigen.
Warum sind Flipperfinger für das Spielgefühl so wichtig?
Kaum ein anderes Bauteil beeinflusst das Spielgefühl eines Flipperautomaten so unmittelbar. Bereits geringe Unterschiede bei Kraft, Rücklauf, Winkel oder Spiel in der Mechanik können deutlich spürbar sein. Ein technisch einwandfreier Flipperfinger bewegt sich schnell, kraftvoll und reproduzierbar. Er erreicht zuverlässig seine vorgesehene Endposition und kehrt nach dem Loslassen unmittelbar zurück.
Ist die Mechanik dagegen verschlissen oder schwergängig, kann sich der Flipper träge anfühlen. Rampen, die normalerweise problemlos erreichbar sind, werden plötzlich schwieriger zu treffen. Auch kontrollierte Techniken wie das Halten oder gezielte Weiterleiten der Kugel können dadurch beeinträchtigt werden.
Besonders auffällig wird das Problem bei zwei Hauptflippern: Fühlt sich einer deutlich schwächer an als der andere, lohnt sich eine genaue Untersuchung der Mechanik.
Der sichtbare Flipperfinger ist nur die Spitze der Mechanik
Wer lediglich von oben auf das Spielfeld schaut, sieht nur einen kleinen Teil des Systems. Die eigentliche Arbeit findet unterhalb des Spielfelds statt.
Je nach Hersteller und Gerätegeneration besteht eine Flippermechanik unter anderem aus dem Flipperfinger mit Welle, einer Spielfeldbuchse beziehungsweise einem Bushing, der mechanischen Klemm- und Hebelverbindung an der Welle, einem Link, dem Plunger, der Spulenhülse, der Flipperspule, dem Coil Stop sowie einer Rückstellmechanik. Bei entsprechenden Systemen kommt zusätzlich ein EOS-Schalter hinzu. Diese Komponenten müssen präzise zusammenspielen. Schon ein einzelnes verschlissenes oder falsch eingestelltes Teil kann die Leistung des gesamten Flippers beeinflussen.
Genau deshalb ist es bei einem schwachen Flipper häufig nicht sinnvoll, sofort die Spule zu ersetzen. Die Ursache kann beispielsweise eine eingelaufene Spulenhülse, ein verschlissener Plunger, ein beschädigter Coil Stop, eine schwergängige Buchse oder eine fehlerhafte Einstellung der Mechanik sein.
Wie wird ein Flipperfinger bewegt?
Die Bewegung beginnt mit dem Druck auf den Flipperknopf. Das Steuerungssystem des Automaten aktiviert die Flipperspule. Das dadurch entstehende Magnetfeld zieht den Plunger in die Spule. Die lineare Bewegung des Plungers wird von der Flippermechanik in eine Drehbewegung umgesetzt. Dadurch dreht sich die durch das Spielfeld geführte Welle und der darauf befestigte Flipperfinger schlägt nach oben. Dieser Vorgang geschieht extrem schnell. Genau deshalb müssen sämtliche mechanischen Komponenten möglichst leichtgängig und gleichzeitig nahezu spielfrei arbeiten. Wird der Flipperknopf losgelassen, endet die Ansteuerung beziehungsweise Haltephase und die Rückstellmechanik bewegt den Flipperfinger wieder in seine Ruheposition.
Wie ist eine Flippermechanik aufgebaut?
Die genaue Konstruktion einer Flippermechanik unterscheidet sich je nach Hersteller, Baujahr und Systemgeneration. Das Grundprinzip ist jedoch bei vielen Flipperautomaten ähnlich: Eine elektromagnetisch erzeugte Bewegung wird über mehrere mechanische Komponenten auf den Flipperfinger übertragen. Dabei kommt es nicht nur auf die Leistung der Flipperspule an. Entscheidend ist, dass die gesamte Mechanik möglichst leichtgängig arbeitet und die einzelnen Komponenten korrekt aufeinander abgestimmt sind. Verschleiß an nur einer Stelle kann sich deshalb auf das gesamte Spielgefühl auswirken.
Zu den typischen Bestandteilen gehören der Flipperfinger mit seiner Welle, die Durchführung durch das Spielfeld, die unterhalb des Spielfelds montierte Hebelmechanik, Link und Plunger, Spulenhülse, Flipperspule, Coil Stop sowie die Rückstellmechanik. Je nach Flippersystem gehört auch ein EOS-Schalter zur Baugruppe. Die Flipperwelle verbindet dabei den sichtbaren Flipperfinger mit der Mechanik unter dem Spielfeld. Die dortige Hebelmechanik setzt die lineare Bewegung des Plungers in die Drehbewegung des Flipperfingers um. Die Spielfeldbuchse führt die Welle durch das Spielfeld und trägt dazu bei, dass sich der Flipperfinger sauber bewegen kann.
Gerade diese mechanischen Komponenten sind hohen Belastungen ausgesetzt. Bei jedem Betätigen des Flippers entstehen Kräfte, Reibung und Anschläge. Über viele tausend Spiele hinweg können dadurch zunehmend Spiel und Verschleiß entstehen.
Warum wird ein Flipperfinger schwach?
Ein schwacher Flipperfinger gehört zu den häufigsten Problemen bei älteren oder intensiv gespielten Flipperautomaten. Typisch ist beispielsweise, dass bestimmte Rampen oder Schüsse plötzlich nur noch schwer erreichbar sind oder sich einer von zwei Flipperfingern deutlich kraftloser anfühlt. Die Flipperspule ist dabei nur eine von mehreren möglichen Ursachen. Bevor eine Spule ausgetauscht wird, sollte deshalb die komplette Flippermechanik überprüft werden.
Eine verschlissene oder verformte Spulenhülse kann beispielsweise dazu führen, dass sich der Plunger nicht mehr frei bewegen kann. Auch ein eingelaufener Plunger oder Coil Stop kann die Bewegung negativ beeinflussen. Hinzu kommen ausgeschlagene mechanische Verbindungen, verschlissene Buchsen oder eine allgemein schwergängige Mechanik. Bei Flippersystemen mit EOS-Schalter kann außerdem dessen Zustand beziehungsweise Einstellung Einfluss auf die Funktion haben. Auch elektrische Probleme wie Spannungsverluste oder schlechte Steckverbindungen kommen als Ursache infrage.
Ein schwacher Flipper sollte deshalb systematisch diagnostiziert werden, anstatt auf Verdacht einzelne Komponenten auszutauschen.
Typische Ursachen für einen schwachen Flipperfinger
| Mögliche Ursache | Mögliche Auswirkung |
|---|---|
| Verschlissene Spulenhülse | Plunger bewegt sich schwergängig |
| Eingelaufener oder beschädigter Plunger | Kraftverlust und ungleichmäßige Bewegung |
| Verschlissener Coil Stop | Veränderte oder ineffiziente Bewegung |
| Spiel in der Mechanik | Ungenaue Kraftübertragung |
| Verschlissene Buchse | Seitliches Spiel oder schwergängige Welle |
| Problem mit dem EOS-Schalter | Je nach System verminderte Flipperleistung |
| Elektrisches Problem | Spule erhält nicht die vorgesehene Leistung |
| Falsche mechanische Einstellung | Hub und Kraftübertragung können beeinträchtigt werden |
Warum bleibt ein Flipperfinger oben?
Ein Flipperfinger, der nach dem Loslassen des Knopfes nicht oder nur langsam in seine Ausgangsposition zurückkehrt, deutet häufig auf ein mechanisches Problem hin. Die Mechanik sollte sich nach Ende der Ansteuerung frei zurückbewegen können. Eine mögliche Ursache ist eine schwergängige Spulenhülse. Auch ein beschädigter oder verschmutzter Plunger kann innerhalb der Hülse klemmen. Ebenso können eine falsch eingestellte Mechanik, eine problematische Rückstellmechanik oder eine schwergängige Flipperwelle dazu führen, dass der Finger nicht sauber zurückkehrt. Es kann aber auch sein das die Rückholfeder gerissen ist, auch dieses Problem kommt häufiger vor.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einem mechanisch klemmenden und einem elektrisch weiterhin angesteuerten Flipper. Bleibt die Spule weiterhin unter Spannung, handelt es sich nicht lediglich um ein mechanisches Rückstellproblem. In diesem Fall sollte der Flipper ausgeschaltet und die Ursache der dauerhaften Ansteuerung untersucht werden, da eine dauerhaft bestromte Spule stark überhitzen und beschädigt werden kann.
Warum hat ein Flipperfinger seitliches Spiel?
Ein geringes konstruktionsbedingtes Spiel ist nicht automatisch ein Defekt. Wird das Spiel jedoch deutlich größer, sollten insbesondere die mechanischen Verbindungen und die Durchführung der Flipperwelle kontrolliert werden.
Mit zunehmendem Verschleiß können Buchsen und andere Komponenten der Flippermechanik ausschlagen. Dadurch wird die Führung der Welle unpräziser. Der Flipperfinger kann sich dann seitlich bewegen oder insgesamt weniger definiert wirken. Übermäßiges Spiel sollte nicht ignoriert werden. Neben einem schlechteren Spielgefühl kann eine verschlissene Mechanik weitere Bauteile stärker beanspruchen. Bei einer Überholung sollte deshalb nicht nur der sichtbare Flipperfinger betrachtet werden. Entscheidend ist der Zustand der gesamten Baugruppe unterhalb des Spielfelds.
Wie wird ein Flipperfinger richtig ausgerichtet?
Die korrekte Ausgangsposition eines Flipperfingers ist für das Spiel entscheidend. Bereits wenige Grad Unterschied können beeinflussen, wie die Kugel vom Flipper abrollt und in welchem Winkel sie über das Spielfeld geschossen wird. Bei vielen Spielfeldern befinden sich Orientierungshilfen beziehungsweise Markierungen in der Nähe der Flipperfinger. Sie dienen dazu, die vorgesehene Grundposition korrekt einzustellen. Die genaue Vorgehensweise hängt allerdings vom jeweiligen Hersteller und Flippermodell ab. Deshalb sollte ein Flipperfinger nicht einfach nach Augenmaß so eingestellt werden, dass er optisch zum gegenüberliegenden Finger passt. Maßgeblich ist die vom Hersteller vorgesehene Position.
Nach einer Demontage – beispielsweise bei einer Überholung der Flippermechanik – sollte die Ausrichtung daher sorgfältig kontrolliert werden.
Welche Aufgabe hat das Flippergummi?
Das Flippergummi sitzt auf dem sichtbaren Flipperfinger und hat einen erheblichen Einfluss auf den Kontakt zwischen Finger und Kugel. Es schützt den Kunststoff des Flipperfingers und sorgt gleichzeitig für die notwendige Reibung bei der Ballkontrolle. Flippergummis gehören zu den klassischen Verschleißteilen eines Flipperautomaten. Durch den ständigen Kontakt mit der Stahlkugel verändert sich ihre Oberfläche mit der Zeit. Sie können verschmutzen, verhärten, glatt werden oder schließlich reißen.
Der Zustand des Gummis beeinflusst das Spielverhalten unmittelbar. Material, Härte und Oberfläche können verändern, wie stark die Kugel beim Kontakt beschleunigt wird und wie viel Grip der Flipperfinger bietet. Beim Austausch sollte deshalb auf die richtige Größe und eine zum gewünschten Spielverhalten passende Ausführung geachtet werden.
Sollte man eine Flippermechanik ölen oder fetten?
Bei schwergängigen Mechaniken liegt der Gedanke nahe, einfach etwas Öl oder Fett aufzutragen. Gerade im Bereich von Plunger und Spulenhülse ist das jedoch normalerweise keine gute Lösung. Öl und Fett können Staub, Metallabrieb und andere Verschmutzungen binden. Dadurch bildet sich mit der Zeit eine Schicht, die die Bewegung sogar stärker beeinträchtigen kann.
Plunger und Spulenhülse werden daher grundsätzlich sauber und trocken betrieben. Ist eine Hülse verschlissen oder verformt, sollte sie ersetzt und nicht durch Schmierung wieder gangbar gemacht werden. Bei anderen Lager- oder Kontaktstellen ist dagegen immer die jeweilige Konstruktion beziehungsweise Herstellervorgabe entscheidend. Eine pauschale Schmierung der gesamten Flippermechanik ist nicht empfehlenswert.
Wann sollte eine Flippermechanik überholt werden?
Eine Überholung kann sinnvoll sein, wenn ein Flipper deutlich an Kraft verloren hat, ungewöhnlich viel Spiel besitzt, nicht mehr zuverlässig zurückkehrt oder sich mechanisch deutlich anders verhält als der zweite Flipperfinger. Bei älteren Geräten lohnt es sich häufig, nicht nur ein einzelnes sichtbar verschlissenes Teil zu ersetzen. Wenn mehrere Komponenten bereits eine hohe Laufleistung besitzen, können beispielsweise Plunger, Link, Spulenhülse, Coil Stop, Buchsen und weitere Verschleißteile gemeinsam überprüft und bei Bedarf erneuert werden.
Das Ziel einer solchen Überholung ist nicht, den Flipper möglichst „stark“ zu machen. Entscheidend ist vielmehr, die vom Hersteller vorgesehene Funktion und Bewegungscharakteristik wiederherzustellen. Ein sauber überholter Flipperfinger sollte schnell reagieren, kraftvoll arbeiten, zuverlässig zurückkehren und möglichst wenig unerwünschtes Spiel besitzen.
Flipperfinger und Flipperspule arbeiten als System zusammen
Der Flipperfinger lässt sich technisch nicht isoliert betrachten. Seine Funktion entsteht erst durch das Zusammenspiel der sichtbaren Komponenten auf dem Spielfeld mit der Mechanik und Elektrik darunter. Besonders wichtig ist dabei die Flipperspule. Sie liefert die elektromagnetische Kraft, aus der letztlich die Bewegung des Flipperfingers entsteht. Gleichzeitig bestimmen Plunger, Spulenhülse, Coil Stop, Mechanik und gegebenenfalls EOS-Schalter, wie effizient diese Kraft tatsächlich am Flipperfinger ankommt.
Genau deshalb kann ein vermeintliches „Flipperfinger-Problem“ seine Ursache an verschiedenen Stellen haben.
Kann ein Flipperfinger zu stark sein?
Ja. Ein besonders kräftiger Flipper ist nicht automatisch ein gut eingestellter Flipper. Die Mechanik und die verwendete Spule sind vom Hersteller auf das jeweilige Gerät abgestimmt. Wird beispielsweise eine ungeeignete stärkere Spule eingebaut oder die Mechanik verändert, kann sich das Spielverhalten deutlich verändern. Eine zu hohe Flipperleistung kann außerdem andere Komponenten stärker belasten. Die Kugel trifft schneller auf Targets, Rampen, Plastics und andere Spielfeldelemente. Gerade bei älteren Geräten können dadurch Bauteile unnötig beansprucht werden.
Das Ziel einer Reparatur oder Überholung sollte deshalb immer sein, die vorgesehene Leistung des Flippers wiederherzustellen, anstatt ihn möglichst stark zu machen.
Warum sind linker und rechter Flipperfinger unterschiedlich stark?
Wenn zwei Hauptflipper desselben Geräts eigentlich vergleichbar arbeiten sollten, sich einer jedoch deutlich schwächer anfühlt, bietet der direkte Vergleich eine sehr gute Möglichkeit zur Fehlersuche.
Zunächst sollte die Mechanik beider Seiten miteinander verglichen werden. Lassen sich beide Plunger bei ausgeschaltetem Gerät ähnlich leicht bewegen? Zeigen Hülsen, Plunger und Coil Stops einen vergleichbaren Verschleiß? Sind die mechanischen Verbindungen korrekt montiert und besitzen beide Flipperfinger eine vergleichbare Ausgangsposition? Auch die Flippergummis sollten berücksichtigt werden. Unterschiedliche Materialien oder stark unterschiedlich abgenutzte Gummis können das subjektive Spielgefühl verändern.
Sind mechanisch keine Auffälligkeiten erkennbar, können anschließend die elektrische Ansteuerung und – abhängig vom verwendeten System – die EOS-Schalter untersucht werden. Der Vergleich zwischen linker und rechter Seite ist deshalb besonders hilfreich, weil im selben Automaten häufig zwei sehr ähnliche Mechaniken direkt miteinander verglichen werden können.
Warum schlägt ein Flipperfinger manchmal und manchmal nicht?
Ein sporadisch aussetzender Flipper ist ein anderes Fehlerbild als ein dauerhaft schwacher Flipper. Funktioniert der Flipperfinger zeitweise völlig normal und reagiert anschließend überhaupt nicht oder nur unregelmäßig, sollte die Ursache nicht ausschließlich in mechanischem Verschleiß gesucht werden. Mögliche Ursachen liegen beispielsweise beim Flipperknopf beziehungsweise dessen Schalter, bei Steckverbindungen, Kabeln oder der elektrischen Ansteuerung. Abhängig von Hersteller und System können weitere Komponenten an der Signalerfassung und Spulenansteuerung beteiligt sein.
Auch hier ist eine systematische Fehlersuche sinnvoll: Zunächst wird festgestellt, ob der Fehler reproduzierbar ist und unter welchen Bedingungen er auftritt. Anschließend kann schrittweise geprüft werden, ob das Eingangssignal des Flipperknopfes zuverlässig erkannt wird und ob die Spule entsprechend angesteuert wird. Damit unterscheidet sich die Diagnose deutlich von einem Flipper, der jedes Mal auslöst, aber grundsätzlich zu wenig Kraft besitzt.
Warum kehrt ein Flipperfinger langsam zurück?
Ein Flipperfinger sollte nach dem Loslassen des Knopfes schnell in seine Ausgangsposition zurückkehren. Erfolgt diese Bewegung auffällig langsam, ist häufig erhöhte mechanische Reibung vorhanden oder die Rückstellbewegung wird anderweitig behindert. Kontrolliert werden sollten unter anderem Plunger und Spulenhülse, die Flipperwelle und deren Führung sowie die mechanischen Verbindungen der gesamten Baugruppe. Auch eine beschädigte oder ungeeignete Rückstellfeder kann das Rücklaufverhalten beeinflussen.
Eine interessante Diagnose ergibt sich durch eine manuelle Prüfung bei ausgeschaltetem Automaten. Die Mechanik sollte sich über ihren vorgesehenen Bewegungsbereich sauber bewegen lassen und zuverlässig zurückkehren. Spürbares Klemmen oder ungewöhnlicher Widerstand liefert einen wichtigen Hinweis auf ein mechanisches Problem.
Warum steht ein Flipperfinger zu hoch oder zu niedrig?
Die Ruheposition eines Flipperfingers wird bei der Montage eingestellt. Wurde der Flipperfinger oder die darunterliegende Mechanik demontiert, muss diese Position anschließend wieder korrekt hergestellt werden. Ein falsch ausgerichteter Flipper verändert nicht nur die Optik des Spielfelds. Auch die Flugbahn der Kugel und bestimmte Schüsse können dadurch beeinflusst werden.
Viele Spielfelder besitzen kleine Markierungen zur Ausrichtung der Flipperfinger. Diese befinden sich häufig im Bereich hinter beziehungsweise unterhalb des Flippers und geben die vom Hersteller vorgesehene Position vor. Sind solche Orientierungspunkte vorhanden, sollten sie verwendet werden. Bei Unsicherheit helfen zusätzlich die technischen Unterlagen des jeweiligen Automaten.
Wann sollte ein Flippergummi gewechselt werden?
Flippergummis sollten nicht erst ausgetauscht werden, wenn sie reißen. Mit zunehmender Nutzung verändert sich ihre Oberfläche. Schmutz und Abrieb können sich festsetzen, während das Material gleichzeitig härter oder glatter werden kann. Spätestens bei sichtbaren Rissen, deutlicher Verhärtung, starker Verschmutzung oder einer auffällig glatten Oberfläche ist ein Austausch sinnvoll. Wie schnell ein Flippergummi verschleißt, hängt stark von Material, Nutzung und Pflege ab. Eine allgemeingültige Wechselperiode gibt es deshalb nicht. Bei regelmäßig gespielten Automaten lohnt sich jedoch eine wiederkehrende Sichtkontrolle.
Beim Wechsel sollte gleichzeitig der darunterliegende Flipperfinger gereinigt und auf Beschädigungen untersucht werden.
Flipperfinger reinigen – worauf sollte man achten?
Auf Flipperfinger und Flippergummi sammeln sich mit der Zeit Staub und Abrieb der Kugel sowie Verschmutzungen vom Spielfeld. Eine regelmäßige Reinigung verhindert, dass sich diese Ablagerungen unnötig verteilen.
Das Flippergummi kann zur gründlichen Reinigung beziehungsweise zum Austausch vom Finger entfernt werden. Der darunterliegende Kunststoff lässt sich anschließend vorsichtig reinigen. Aggressive Reiniger oder ungeeignete Lösungsmittel sollten insbesondere auf bedruckten oder empfindlichen Kunststoffteilen vermieden werden. Welche Reinigungsmethode geeignet ist, hängt vom jeweiligen Material ab.
Bei dieser Gelegenheit lohnt sich auch ein Blick auf den Zustand des Fingers selbst. Risse, Beschädigungen oder eine auffällig lockere Befestigung sollten nicht ignoriert werden.
Wann muss der Flipperfinger selbst ersetzt werden?
Der sichtbare Flipperfinger hält normalerweise sehr lange. Im Gegensatz zu Flippergummi, Spulenhülse oder verschiedenen Teilen der Mechanik handelt es sich nicht um ein Bauteil, das nach einem bestimmten Wartungsintervall grundsätzlich ausgetauscht werden muss. Ein Ersatz kann jedoch erforderlich sein, wenn der Kunststoff gerissen oder anderweitig beschädigt ist, die Welle beziehungsweise deren Verbindung Probleme aufweist oder der Flipperfinger durch Alterung und intensive Nutzung nicht mehr zuverlässig eingesetzt werden kann.
Bei einem Austausch ist darauf zu achten, dass nicht jeder Flipperfinger zu jedem Automaten passt. Länge, Form, Welle, Farbe und Konstruktion können sich zwischen Herstellern, Gerätegenerationen und Modellen unterscheiden.
Flipperfinger: typische Probleme auf einen Blick:
| Symptom | Mögliche Ursache |
|---|---|
| Flipper ist dauerhaft schwach | Verschleiß, Reibung, EOS-/Elektrikproblem oder Spannungsproblem |
| Flipper bleibt oben | Mechanik klemmt oder Spule wird weiterhin angesteuert, Rückholfeder gerissen |
| Flipper kehrt langsam zurück | Erhöhte Reibung oder Problem der Rückstellmechanik |
| Flipper hat starkes seitliches Spiel | Verschleiß an Buchse, Welle oder Mechanik |
| Flipper funktioniert nur manchmal | Schalter, Verkabelung, Steckverbindung oder Ansteuerung |
| Ein Flipper ist schwächer als der andere | Unterschiedlicher Verschleiß, Einstellung oder elektrisches Problem |
| Flipper steht falsch | Mechanik beziehungsweise Finger nicht korrekt ausgerichtet |
| Kugelkontrolle fühlt sich anders an | Flippergummi, Einstellung oder mechanischer Verschleiß |
Der Flipperfinger als Teil eines Gesamtsystems
Ein zuverlässig funktionierender Flipperfinger ist das Ergebnis vieler aufeinander abgestimmter Komponenten. Der sichtbare Finger und sein Gummi sind dabei lediglich der Teil, mit dem die Kugel unmittelbar in Kontakt kommt. Die eigentliche Kraft entsteht unterhalb des Spielfelds.
Flipperspule, Plunger, Spulenhülse, Coil Stop, Buchse, Hebelmechanik, Rückstellung und – je nach System – EOS-Schalter müssen gemeinsam dafür sorgen, dass aus dem Druck auf den Flipperknopf eine schnelle und präzise Bewegung entsteht.
Gerade bei der Fehlersuche ist dieses Verständnis wichtig. „Mein Flipperfinger ist schwach“ beschreibt zunächst nur das Symptom – noch nicht die Ursache. Statt sofort einzelne Ersatzteile auszutauschen, sollte deshalb die komplette Mechanik betrachtet und Schritt für Schritt geprüft werden. Bei korrekt gewarteter und eingestellter Mechanik reagiert der Flipperfinger unmittelbar, bewegt sich leichtgängig, erreicht zuverlässig seine vorgesehene Endposition und kehrt nach dem Loslassen des Flipperknopfes sauber in seine Ausgangsposition zurück.
Was ist ein Flipperfinger und wie funktioniert er?
Der Flipperfinger ist der bewegliche Kunststoffarm auf dem Spielfeld, mit dem die Kugel kontrolliert und beschleunigt wird. Unter dem Spielfeld ist seine Welle mit der Flippermechanik verbunden. Beim Betätigen des Flipperknopfes wird die Flipperspule angesteuert. Der Plunger bewegt die Mechanik und versetzt dadurch den Flipperfinger in eine schnelle Drehbewegung.
Warum ist mein Flipperfinger zu schwach?
Ein schwacher Flipperfinger kann verschiedene Ursachen haben. Häufig sind eine verschlissene Spulenhülse, ein eingelaufener Plunger, ein verschlissener Coil Stop, Spiel oder Reibung in der Mechanik sowie Probleme mit dem EOS-Schalter verantwortlich. Auch eine zu niedrige Versorgungsspannung oder elektrische Kontaktprobleme können die Flipperleistung reduzieren.
Warum bleibt der Flipperfinger oben und geht nicht zurück?
Bleibt ein Flipperfinger nach dem Loslassen des Knopfes oben, kann die Mechanik klemmen. Mögliche Ursachen sind eine verschmutzte oder beschädigte Spulenhülse, ein schwergängiger Plunger, eine problematische Rückstellmechanik oder eine klemmende Flipperwelle. Wird die Spule weiterhin elektrisch angesteuert, sollte der Flipper ausgeschaltet und der elektrische Fehler untersucht werden.
Warum funktioniert ein Flipperfinger manchmal und manchmal nicht?
Sporadische Aussetzer können auf Probleme mit dem Flipperknopf beziehungsweise dessen Schalter, Steckverbindungen, Kabeln oder der elektrischen Ansteuerung hinweisen. Da der Fehler nicht dauerhaft auftritt, sollte geprüft werden, ob das Eingangssignal des Flipperknopfes zuverlässig erkannt und die Spule bei jeder Betätigung korrekt angesteuert wird.
Warum ist ein Flipperfinger stärker als der andere?
Unterschiedliche Flipperstärke kann durch verschieden starken Verschleiß entstehen. Spulenhülsen, Plunger, Coil Stops, Buchsen und mechanische Verbindungen beider Seiten sollten miteinander verglichen werden. Auch unterschiedliche Flippergummis, eine abweichende Einstellung, Probleme mit dem EOS-Schalter oder Unterschiede in der elektrischen Versorgung können die Ursache sein.
Wie stellt man einen Flipperfinger richtig ein?
Der Flipperfinger sollte in der vom Hersteller vorgesehenen Ruheposition montiert werden. Viele Spielfelder besitzen kleine Markierungen oder Orientierungspunkte zur korrekten Ausrichtung. Nach Arbeiten an der Flippermechanik sollte die Position sorgfältig kontrolliert werden, da bereits eine geringe Abweichung das Spielgefühl und die Flugbahn der Kugel verändern kann.
Warum hat mein Flipperfinger seitliches Spiel?
Starkes seitliches Spiel kann auf Verschleiß an der Flipperwelle, der Spielfeldbuchse oder weiteren Teilen der Flippermechanik hinweisen. Ein geringes konstruktionsbedingtes Spiel ist nicht automatisch problematisch. Wird die Bewegung jedoch deutlich unpräziser, sollte die komplette Mechanik auf ausgeschlagene oder verschlissene Komponenten untersucht werden.
Warum kehrt mein Flipperfinger nur langsam zurück?
Ein langsamer Rücklauf deutet häufig auf erhöhte Reibung oder ein Problem mit der Rückstellmechanik hin. Kontrolliert werden sollten insbesondere Plunger, Spulenhülse, Flipperwelle, Buchse und Rückstellmechanik. Bei ausgeschaltetem Flipper lässt sich prüfen, ob sich die Mechanik über ihren vorgesehenen Bewegungsbereich frei und gleichmäßig bewegen lässt.
Wann sollte die Flippermechanik überholt werden?
Eine Überholung ist sinnvoll, wenn der Flipperfinger deutlich an Kraft verliert, ungewöhnlich viel Spiel besitzt, schwergängig wird oder nicht mehr zuverlässig zurückkehrt. Bei älteren Mechaniken sollten nicht nur einzelne Teile betrachtet werden. Plunger, Spulenhülse, Coil Stop, Buchsen, Links und weitere Verschleißteile sollten gemeinsam überprüft und bei Bedarf ersetzt werden.
Welche Teile verschleißen an einem Flipperfinger?
Der sichtbare Flipperfinger selbst ist nur ein Teil der Baugruppe. Typische Verschleißteile befinden sich vor allem unterhalb des Spielfelds. Dazu gehören je nach Konstruktion Spulenhülse, Plunger, Coil Stop, Link, Buchsen und weitere mechanische Komponenten. Auch das Flippergummi auf dem Finger gehört zu den regelmäßig beanspruchten Verschleißteilen.
Wann muss ein Flippergummi gewechselt werden?
Ein Flippergummi sollte spätestens bei Rissen, starker Verhärtung, Beschädigungen oder einer deutlich glatten Oberfläche ausgetauscht werden. Da das Gummi direkten Kontakt mit der Kugel hat, beeinflusst sein Zustand auch Grip und Ballkontrolle. Bei regelmäßig gespielten Flipperautomaten empfiehlt sich deshalb eine wiederkehrende Sichtkontrolle.
Darf man eine Flippermechanik ölen oder fetten?
Plunger und Spulenhülse sollten grundsätzlich sauber und trocken betrieben werden. Öl oder Fett kann Staub und Metallabrieb binden und dadurch langfristig die Reibung erhöhen. Eine schwergängige oder verschlissene Spulenhülse sollte deshalb nicht durch Schmierung behandelt, sondern gereinigt beziehungsweise bei Verschleiß ersetzt werden.
Kann eine defekte Flipperspule einen schwachen Flipperfinger verursachen?
Ja, allerdings ist die Spule nur eine von mehreren möglichen Ursachen. Ein schwacher Flipperfinger wird häufig auch durch mechanischen Verschleiß, eine beschädigte Spulenhülse, einen eingelaufenen Plunger, einen verschlissenen Coil Stop oder Probleme mit dem EOS-Schalter verursacht. Deshalb sollte die gesamte Flippermechanik systematisch überprüft werden.
Kann man jeden Flipperfinger als Ersatz verwenden?
Nein. Flipperfinger unterscheiden sich je nach Hersteller, Gerätegeneration und Flippermodell unter anderem in Länge, Form, Welle, Farbe und Konstruktion. Beim Austausch sollte deshalb geprüft werden, welcher Flipperfinger für den jeweiligen Automaten vorgesehen beziehungsweise ausdrücklich kompatibel ist.